15. Fachkongress Eisenbahnbetriebsleiter*in in Leipzig

Zu Besuch beim 15. Fachkongress Eisenbahnbetriebsleiter*in in Leipzig Ausbildung & Qualifizierung ca. 4 Min. Lesedauer Leipzig, 25./26. Juni 2026. Von der VDV-Akademie wurde zum 15. Mal der Fachkongress Eisenbahnbetriebsleiter*in veranstaltet – im HYPERION-Hotel in Leipzig. Auch wir von Bahnservice Baron waren zu zweit vor Ort. Zwei intensive Tage voller Fachvorträge, Diskussionen und wertvoller Gespräche mit Kolleginnen und Kollegen aus der gesamten Branche liegen hinter uns. Wenn dir unser Beitrag gefällt, freuen wir uns über ein Like! BahnWissen kompakt   ECM/EVU-Schnittstelle im Fokus: Klare Verantwortlichkeiten zwischen Instandhaltung und Betrieb bleiben Dauerthema – Sicherheitskultur zwischen allen Beteiligten ist entscheidend.   GSM-R-Ausfall als Weckruf: Nach dem bundesweiten Zugfunk-Ausfall wird bereits an einer neuen Rückfallebene gearbeitet.   KI hält Einzug: Das belgische Projekt „Hyperion“ zeigt, wie automatisierte Infrastrukturerfassung die Branche verändert. Schwerpunkt: Abgrenzung ECM / EVU Ein zentrales Thema des Kongresses war die Abgrenzung der Verantwortlichkeiten zwischen Eisenbahnverkehrsunternehmen (EVU) und der für die Instandhaltung zuständigen Stelle (ECM). Den Auftakt machte Jochen Schaub vom Eisenbahn-Bundesamt mit einem Vortrag zum JNS-Verfahren am Beispiel des Unfalls im Gotthard-Basistunnel – im Fokus: gebrochene Räder von Güterwagen. In der anschließenden Podiumsdiskussion mit Vertretern von EBA, DB Cargo, National Express und weiteren Experten wurde deutlich, wie wichtig klare Schnittstellen und eine gelebte Sicherheitskultur zwischen allen Beteiligten sind. Eisenbahnrecht: Trockene Materie? Von wegen! Ein Highlight waren – wie in jedem Jahr – die aktuellen Entwicklungen im Eisenbahnrecht, äußerst kurzweilig präsentiert von Rechtsanwalt Markus Ring (VDV). Seine Vorträge machten einmal mehr deutlich, dass rechtliche Aspekte im Eisenbahnwesen ein Dauerthema sind, das kontinuierlich bearbeitet und im Blick behalten werden muss – von Haftungsfragen bis zu neuen regulatorischen Anforderungen. Dass Recht dabei alles andere als trocken sein muss, bewies ein kurioser Fall des OLG München: Dort musste sich das Gericht allen Ernstes mit der rechtlichen Bedeutung eines „Grimassen schneidenden Gesichts“-Emojis in der Geschäftskommunikation auseinandersetzen – ein anschauliches Beispiel dafür, dass die Digitalisierung auch die Rechtsprechung vor ganz neue Fragen stellt. Hochaktuell: GSM-R und die Frage nach neuen Rückfallebenen Kaum ein Thema hätte aktueller sein können: Nur zwei Tage vor Kongressbeginn hatte ein bundesweiter Ausfall des Zugfunks GSM-R den Bahnverkehr in ganz Deutschland für Stunden zum Erliegen gebracht. Entsprechend intensiv wurde in Leipzig diskutiert, wie mit solchen Störungen umzugehen ist. Besonders spannend war dabei, dass bereits an einer neuen Rückfallebene gearbeitet wird, deren Umsetzung derzeit geplant wird. Dies war ein faszinierendes Vorgreifen auf ein Problem, das gerade in diesen Tagen dramatisch deutlich geworden war – und zeigte, wie aus aktuellen Krisen unmittelbar Lösungsansätze entstehen können. Auch die anstehende 2G-Abschaltung bei Telekom und Vodafone und deren Folgen für das GSM-R-Roaming wurden erörtert. Gemeinschaft im Zoo Leipzig – und WM-Fieber Die Abendveranstaltung am Donnerstag führte uns in den Zoo Leipzig: Nach einem Rundgang durch die Tropenhalle Gondwanaland ließen wir den Tag bei einem gemeinsamen Abendessen ausklingen – und schauten anschließend zusammen das WM-Gruppenspiel der deutschen Nationalmannschaft gegen Ecuador. Gemeinsames Mitfiebern verbindet und trug spürbar zur guten Gemeinschaft unter den Teilnehmenden bei. Lösungsorientiert und zukunftsorientiert Der zweite Kongresstag überzeugte uns besonders durch seinen lösungsorientierten Charakter. Statt nur Herausforderungen zu benennen, wurden konkrete Wege aufgezeigt – von aktuellen VDV-Schriften zu Eisenbahntechnik und -betrieb über den Entwurf der neuen VDV-Schrift 364 bis zur überarbeiteten Unfallverhütungsvorschrift. Auch die Ertüchtigung der Bahnhöfe für die Verkehrswende und Ansätze zur Vermeidung von Vorbeifahrten am Halt zeigenden Signal standen auf der Agenda. Ein besonderes Highlight war das belgische Projekt „Hyperion“ von Infrabel zur automatisierten Infrastrukturerfassung. Es zeigte eindrucksvoll, wie Künstliche Intelligenz und moderne Technologien zunehmend Einzug in die Eisenbahnbranche halten. Solche Technologien eröffnen völlig neue Perspektiven: Sie ermöglichen es, Infrastruktur anders zu erfassen, Probleme auf Strecken schneller zu erkennen und zu bewältigen – und zeigen, dass die Branche ihre Zukunft nicht aus den Augen verliert. Fazit: Weiterbildung als zentraler Baustein Für Bahnservice Baron ist kontinuierliche Weiterbildung ein zentraler Bestandteil unserer Unternehmensphilosophie. Der Kongress ermöglichte es uns, unsere Kompetenzen zu erweitern und die Branche aus neuer Perspektive zu sehen. Die aktuellsten Themen fließen direkt in unsere Ausbildung ein – so stellen wir sicher, dass auch unsere Kunden stets vom neuesten Stand der Wissensvermittlung profitieren. Wir freuen uns schon jetzt auf den 16. Fachkongress im kommenden Jahr! Wenn dir unser Beitrag gefällt, freuen wir uns über ein Like! Du möchtest dein Team oder dich selbst fachlich auf dem neuesten Stand halten? Wir unterstützen dich mit praxisnaher Ausbildung und Qualifizierung rund um den Eisenbahnbetrieb – sprich uns einfach an. Mehr zu Bildungsangeboten Angebot anfragen Bitte gib eine gültige E-Mail-Adresse ein. Vielen Dank für deine Anmeldung! Bitte bestätige deine E-Mail-Adresse über den Link, den wir dir gerade zugeschickt haben. BahnWissen Baron Newsletter Gib bitte deine E-Mail-Adresse für die Anmeldung an, z. B. abc@xyz.com. Deine E-Mail-Adresse wird ausschließlich verwendet, um dir unseren Newsletter sowie Informationen zu Veranstaltungen, Angeboten und Bildungsangeboten von Bahnservice Baron GmbH zuzusenden. Du kannst dich jederzeit über den Abmeldelink in unserem Newsletter wieder abmelden. Ich habe die Datenschutzerklärung gelesen und stimme der Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse zum Newsletter-Versand zu. ANMELDEN

Qualifizierung im Eisenbahnbereich

Qualifizierung im Eisenbahnbereich: Warum gute Planung entscheidend ist. Fristen, betriebliche Verfügbarkeit, Nachweise – wer zu spät plant, zahlt am Ende drauf. Ausbildung & Qualifizierung ca. 4 Min. Lesedauer Dieser Beitrag richtet sich an Disponenten, Ausbildungsverantwortliche und Führungskräfte im Bahnbetrieb. Qualifizierungen im Eisenbahnbereich landen im Alltag oft ganz unten auf der Prioritätenliste – bis es plötzlich eng wird. Wir sehen das regelmäßig: Prüfungsplätze sind belegt, Mitarbeitende nicht verfügbar, Fristen bereits überschritten. Dabei lässt sich das mit etwas Struktur fast immer vermeiden. In diesem Beitrag zeigen wir, worauf es bei der Planung ankommt. Wenn dir unser Beitrag gefällt, freuen wir uns über ein Like! BahnWissen kompakt   Qualifizierungsbedarf frühzeitig erkennen – quartalsweise oder jährlich verankern   Verfügbarkeit der Mitarbeitenden von Anfang an mitdenken   Fristen für Prüfungen, Wiederzulassungen und Nachschulungen aktiv im Blick behalten Warum Qualifizierung kein Spontan-Thema ist Im Eisenbahnbereich sind Qualifizierungen häufig gesetzlich oder betrieblich vorgeschrieben – das gilt für Triebfahrzeugführer ebenso wie für Mitarbeitende in der Überwachung oder im Prüfungswesen. Wer Fristen verpasst, riskiert nicht nur Komplikationen bei Prüfungen, sondern im schlimmsten Fall den Ausfall von Mitarbeitenden im laufenden Betrieb. Gleichzeitig steigen die Anforderungen: Neue Regelwerke, erweiterte Streckenkenntnisse und technische Neuerungen erfordern eine regelmäßige Aktualisierung des Wissens. Was wir in der Praxis empfehlen Eine strukturierte Herangehensweise macht den Unterschied. Folgende Punkte haben sich bei unseren Kunden bewährt: Qualifizierungsbedarf frühzeitig ermitteln – idealerweise quartalsweise oder jährlich in der Einsatzplanung verankern Fristen im Griff behalten – Prüfungen, Wiederzulassungen und Nachschulungen gehören in einen gemeinsamen Kalender Verfügbarkeit realistisch einplanen – Urlaub, Schichtplanung und mögliche Krankheitsphasen von Anfang an berücksichtigen Unterlagen rechtzeitig zusammenstellen – betriebliche Belege, Lernstandsnachweise, ärztliche Tauglichkeitsnachweise brauchen Vorlaufzeit Was wir immer wieder sehen Der häufigste Fehler: Qualifizierungen werden zu kurzfristig angegangen. Die Zeit für eine solide Vorbereitung fehlt, Prüfungsplätze sind bereits vergeben, oder Mitarbeitende stehen im entscheidenden Zeitraum nicht zur Verfügung. Ein weiteres Problem ist die fehlende Übersicht über bestehende Qualifikationen und deren Ablaufdaten – gerade in größeren Teams verliert man ohne systematische Erfassung schnell den Überblick. Aus der Praxis Wir empfehlen unseren Kunden, eine einfache Übersicht aller relevanten Qualifikationen zu pflegen – mit Ablaufdatum und geplantem Weiterbildungszeitpunkt. Schon eine strukturierte Tabelle reicht aus, um Engpässe frühzeitig zu erkennen und rechtzeitig zu reagieren. Wer das konsequent macht, spart sich im laufenden Betrieb erheblichen Druck. Wenn dir unser Beitrag gefällt, freuen wir uns über ein Like! Praxistipp › Plant Qualifizierungsmaßnahmen mindestens 3 bis 6 Monate im Voraus – besonders wenn Prüfungen erforderlich sind. So bleibt ihr flexibel bei der Terminwahl und gebt euren Mitarbeitenden ausreichend Zeit zur Vorbereitung. Du möchtest Qualifizierungen strukturiert planen? Unser Bildungsangebot umfasst Ausbildung, Weiterbildung und gezielte Prüfungsvorbereitung im Eisenbahnbereich. Unsere Bildungsangebote Angebot anfragen Bitte gib eine gültige E-Mail-Adresse ein. Vielen Dank für deine Anmeldung! Bitte bestätige deine E-Mail-Adresse über den Link, den wir dir gerade zugeschickt haben. BahnWissen Baron Newsletter Gib bitte deine E-Mail-Adresse für die Anmeldung an, z. B. abc@xyz.com. Deine E-Mail-Adresse wird ausschließlich verwendet, um dir unseren Newsletter sowie Informationen zu Veranstaltungen, Angeboten und Bildungsangeboten von Bahnservice Baron GmbH zuzusenden. Du kannst dich jederzeit über den Abmeldelink in unserem Newsletter wieder abmelden. Ich habe die Datenschutzerklärung gelesen und stimme der Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse zum Newsletter-Versand zu. ANMELDEN